Cataclysm: meine persönlichen Erfahrungen

Posted by on 27. Dezember 2010

Die Höchststufe ist erreicht, zwei neue Twinks sind angefangen und, bis auf Vashj’ir habe ich nun alle neuen Gebiete auf dem Weg zur Höchststufe durchgequestst. Zeit also um mal meine persönlichen Erfahrungen während dieser Zeit revue passieren zu lassen. Ich berichte hier nun ausschließlich aus dem Blickwinkel eines regelmäßig, aber zeitlich nicht viel spielenden, Gelegenheitsspielers mit einem wöchentlichen Spielaufkommen von maximal (fast) täglich zwei bis drei Stunden Spielzeit am Abend – im Schnitt etwa 12 bis 14 Stunden in der Woche. Ich habe weder den Zwang schnell etwas zu erreichen, geschweige denn zu müssen, da mir keine Raidgemeinschaft im Nacken sitzt. Unter diesen Voraussetzungen ging ich am 07.12.2010 kurz nach 01:00 am Erscheinungstag von Cataclysm meinen Levelweg von 80 bis 85 mit meinem Hauptcharakter dem Hexenmeister Dorandir an. Und habe diesen gestern Nachmittag am 26.12.2010 um 13:30 mit der neuen Höchststufe 85 beendet. Ich habe auf diesem Weg ausschließlich gequestet und zwei mal die Schwarzfelstiefen als einzigen Dungeon bisher besucht. Rein zeitlich gesehen, von dem was ich mir mal vorgestellt habe, bin ich damit fast genau in meiner vorhergesagten Zeitspanne 85 geworden, die rund um den Jahreswechsel lag.

Übersicht meiner Zeit für die einzelnen Level, sowie das Gebiet:

  • 80 – 81, Hyjal, 4 Stunden
  • 81 – 82, Hyjal/Tiefenheim, 6 Stunden
  • 82 – 83, Tiefenheim, 8 Stunden
  • 83 – 84, Tiefenheim/Uldum, 11 Stunden
  • 84 – 85, Uldum/Schattenhochland, 13 Stunden

Gesamtzeit also 42 Stunden /played bis Stufe 85.

Für mich persönlich als Feierabendgelegenheitsspieler ziemlich genau richtig getroffen. Für andere vielleicht ein wenig zu wenig, wenn man sich ansieht, wie viele Spieler bereits nach zum Teil nicht einmal einer Woche Level 85 erreicht hatten. Wobei man hier auch sagen muss, das es unter einigen dieser Spieler sicherlich auch welche gibt, die prinzipiell einmal ihr eigenes Spielverhalten hinterfragen sollten. Und damit meine ich jetzt nicht diejeniegen, die sich für den Cataclysm Start extra Urlaub genommen hatten, bzw. aus Spaß an der Sache ein Wettrennen (sei’s nun für sich selber oder gegen andere)  richtung Höchstlevel veranstaltet hatten.

Auf diesem mehr oder weniger langen Weg sind mir zwei Dinge besonders aufgefallen. Das erste sind die ganzen Zwischensequenzen die es jetzt gibt, und auch das damit verbundene Phasing, was hier ziemlich massiv zum Einsatz kommt. Für das leveln und das Erlebnis dabei ist das Phasing etwas unheimlich tolles. Nicht ganz so toll ist das Phasing dann, wenn es darum geht einmal jemanden zur Hand zu gehen, der sich noch nicht in der gleichen Pahse befindet. Man sieht sich auf diese Weise einfach nicht. Also bleibt es beim viel Glück wünschen, das derjenige jemand anderen findet, der ihn tatkräftig unterstützt. In solchen Situationen würde ich mir eine Technik wünschen, mit der man ein Gruppenmitglied in eine für das jeweilige Mitglied bereits durchlaufende Phase, also frühere Pahse „zurückholen“ kann. Löst man die Gruppe wieder auf, ist man anschließend wieder in seiner normalen Phase.
Das andere was mir besonders aufgefallen war, war die Tatsache, das man bereits von begin an hat fliegen können. Eigentlich stehe ich dem fliegen sehr positiv gegenüber, allerdings hat mir die Lösung in WotLK sehr gut gefallen, das man erst mit erreichen eines bestimmten Levels hat fliegen können. Das hätte mir in Cataclysm sehr viel besser gefallen als das von begin an fliegen können. Würde man zuerst das Leveln vom Boden aus verrichten müssen, so hätte dies meiner meinung nach zwei Vorteile gehabt, zum einen ließe sich der Stufenanstieg so etwas in die Länge ziehen und zum anderen würden erst nach und nach die „Hotspots“ mit den Flugdrachen der Mitspieler verstopft werden. Etwas, was mir im Übrigen oft sehr unkollegial aufgestoßen ist; das nicht-abmounten bei Questgebern oder Briefkästen. Manchmal konnte man nur erahnen wo denn nun der Questgeber steht, bzw. musste sich zum Teil einen anderen Briefkasten suchen. Hier hätte meiner Meinung nach Blizzard mit einem automatischen abmounten, sobald man mit etwas interagiert, entgegensteuern müssen.

Alles in allem aber ein gelungener Weg zum neuen Höchstlevel, der sich im Vergleich zu den anderen Addons zuvor jedoch hier und da etwas „komisch“ anfühlt, denn man befindet sich nicht auf einem neuen Kontinent, oder einer neuen Welt, sondern im alten Azeroth. So kam mir sehr oft das Gefühl hoch, mich gar nicht in etwas neuem zu bewegen, obwohl eigentlich alles, sogar die alte Welt, neu ist. Das allerdings macht es für mich auf der anderen Seite wiederum sehr reizvoll. So konnte ich gegen Ende eines jeden Addons die jeweils neue Welt nicht mehr sehen und war immer froh, wenn ich mich in Azeroth selber aufhalten konnte, doch diesmal IST die neue Welt Azeroth selber und so denke ich, das dieses Gefühl vor dem nächsten Addon diesmal sicherlich ausbleiben wird – ich bin gespannt.

Weiters habe ich natürlich je einen Goblin und einen Worgen begonnen, um mir einmal die Startgebiete anzusehen. Mir gefallen beide, so unterschiedlich sie sich auch spielen und die umgebende Thematik ist. Da ich noch nicht sehr weit mit beiden gekommen bin, werde ich jeweils eigene Artikel immer mal wieder einwerfen. Nur soviel hier schon einmal, das Goblin Startgebiet ist der Hammer, das sollte sich wirklich jeder einmal ansehen.

Zu der weiterentwicklung der Berufe kann ich bislang auch noch nicht viel sagen, da ich bisher nur Schneiderkunst nebenbei ein bischen weiter geskillt habe und Archäologie angefangen habe. Wobei letzteres sicher Geschmackssache ist. Es ist nicht grad ein Beruf für Schnell-Schnell. Mir gefällt er sehr gut, da ich immer mal wieder zwischendrin zur Entspannung auf Ausgrabung gehen kann und dabei sehr viel in der Welt herum komme, denn Reisen muss man lange und viel für diesen Beruf. Wer gerne und viel Gegend anschauen mag, ein wenig (WoW-) geschichtlich interessiert ist, und gerne seltene Haus oder Reittiere sammelt, für den ist Archäologie auf jeden Fall ein Muss (ich zähle mich mal dazu – ich mag Archäologie).

Dann noch zu letzt ein Wort zum Schwierigkeitsgrad der Gegner in der freien Wildbahn. Die Gegner sind im Vergleich zu WotLK massiv viel härter, sowohl im nehmen als auch austeilen. So stelle ich mir Gegner vor die mir beim questen über den Weg laufen. Letztendlich sind sie zwar immer noch Kanonenfutter, doch man sollte diesmal wieder ein wenig darauf achten was man tut und nicht einfach mit verschlossenen Augen irgendwo reinrennen. Soetwas kann einem dann schonmal einen Besuch beim Geistheiler beschehren. Ich als Dämonologie-Hexenmeister war sicherlich, wie vermutlich auch Jäger, mit meinem Dämon im Vorteil gegenüber anderen Klassen, die auf sich alleine gestellt sind. So hatte ich selber mit mehr als einem oder zwei Gegnern eher weniger Probleme. Ich habe aber auch Mitspieler gesehen, die bei zwei oder mehr Gegnern ziemlich schnell „im Dreck“ lagen. Anfänglich in Hyjal sind die Gegner noch recht moderat, was Schaden und Lebenspunkte angeht. So hat der durchschnittliche Mob in Hyjal „nur“ 30000 Lebenspunkte. Diese anfänglichen 30000 Lebenspunkte steigen aber von Gebiet zu Gebiet sehr stark an. So haben jetzt bei mir im Schattenhochland die Gegner durchschnittlich etwa 76000 Lebenspunkte und schlagen gefühlt auch etwa drei mal so hart zu, wie noch in Hyjal. Regulären Mobs mit Stufe 85 bin ich bislang noch nicht begegnet, werde dies aber sicherlich im Laufe des questens im Schattenhochland noch tun. Als Fazit würde ich sagen, die Gegner sind gefühlt in etwa so stark, wie damals in BC in der Scherbenwelt, vielleicht sogar noch ein wenig härter. Allerdings hatte ich nach den Vorberichten aus der Beta geglaubt, das es noch schwerer sein würde. Vielleicht etwas schade, aber auf der anderen Seite ist es so wohl richtig, sonst könnte das questen für manchen in Frust ausarten, was sicherlich keine besonders schöne Erfahrung währe. So hingegen kann wohl jeder zufrieden sein, ich bin es zumindest.

Alles in allem ist bei mir die Begeisterung immer noch ganz oben. Ich freue mich darauf das Schattenhochland fertig zu erquesten, meine Twinks nach und nach hochzuspielen, die Berufe auf max zu bringen und auf das kennenlernen der alten, nun neuen, Gebiete der Stufen 1 bis 60 mit meinen neuen Twinks. Und ich bin schon sehr auf einen Besuch der Instanzen im heroischen Modus, wenn ich dann soweit bin, gespannt – der hoffentlich komplett Gildenintern stattfinden kann.

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